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Studi ABO A - Saison 2022/23

8 Konzerte am Mittwoch für Studierende und Menschen in Ausbildung.

Mi 19.10.22
LA MER

Sinfonieorchester Basel
Pekka Kuusisto,
Violine
Aziz Shokhakimov, Leitung


Anders Hillborg (*1954):
Sound Atlas (2018, Schweizer Erstaufführung)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893):
Konzert für Violine und Orchester D-Dur, op. 35 (1878)

Claude Debussy (1862–1918):
La Mer, trois esquisses symphoniques pour orchestre (1905)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Benjamin Herzog


‹Sound Atlas› lautet nicht nur unser Saisonmotto, sondern auch der Titel eines der neuesten Orchesterwerke von unserem ‹Composer in Residence› Anders Hillborg. Seine Musik steht für das Eintauchen in sphärische Klangwelten. Nach der Uraufführung 2019 in London schrieb ein Kritiker begeistert: «If Stanley Kubrick came back to remake 2001 and needed a soundtrack, Hillborg would be his man.»

Mit Debussys La Mer erwartet Sie nach der Pause ein musikalisches Kunstwerk der verführerischen Klanglandschaften. Komponiert hat Debussy La Mer weder am Atlantik noch am Mittelmeer, sondern im Burgund.

Mit Blick auf die blühenden Bäume am Genfersee schrieb Tschaikowski sein Violinkonzert. Er konnte nicht ahnen, dass der Musikkritiker Eduard Hanslick nach der Uraufführung in Wien die bösartige Frage stellen würde, ob es nicht auch Musikstücke gibt, die man stinken hört.


Mittwoch, 19. Oktober 19:30
Stadtcasino Basel

Stadtcasino Basel
Konzertgasse 1
4051 Basel

T +41 61 226 36 00

Website

 

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Mi 23.11.22
CELLO ON THE ROCKS

Sinfonieorchester Basel
Nicolas Altstaedt,
Violoncello
Krzysztof Urbański, Leitung


Anders Hillborg (*1954):
Konzert für Violoncello und Orchester
(2020, Schweizer Erstaufführung)

Dmitri Schostakowitsch (1906–1975):
Sinfonie Nr. 10 e-Moll, op. 93 (1953)


17.30 Uhr: Entdeckerprogramm mit ‹Composer in Residence› Anders Hillborg und Nicolas Altstaedt

Im Anschluss an das Konzert findet eine öffentliche Kritikerrunde mit Anna Kardos, Peter Hagmann und SRF-Kulturredaktor Benjamin Herzog (Moderation) im Hans Huber-Saal statt.


Anders Hillborg, ‹Composer in Residence› in dieser Saison, kommt aus der elektronischen Musik, komponierte bereits für Film, Pop und Chor und fand durch die Werke von György Ligeti schliesslich zur Orchestermusik. In seinem Cellokonzert befindet sich der Solist gefährlich nahe am Abgrund: Mit langen aufsteigenden Melodielinien windet sich das Solocello aus der Intimität der Besetzung und der eisigen Klanglandschaft heraus. Nach der Uraufführung des Werks in Antwerpen bringt der deutsche Cellist Nicolas Altstaedt das Konzert nun in Basel zur Schweizer Erstaufführung.

Wäre Dmitri Schostakowitschs im Dezember 1953 uraufgeführte 10. Sinfonie ein Jahr vorher veröffentlicht worden, hätte seine Karriere wohl auf dem Spiel gestanden. Die Sinfonie war Teil einer ganzen Sammlung ‹ernsthafter› Werke, die sich bis zum Tod Stalins im März 1953 in Schostakowitschs Schubladen angesammelt hatten und auf ihre Uraufführung oder das Ende ihres Aufführungsverbots warteten. In der Zehnten sind düstere Verarbeitungen der diktatorischen Stalin-Zeit zu hören, bevor Schostakowitsch in den letzten Takten der Sinfonie sein eigenes Kennzeichen – die Initialen D-S-C-H – als Tonfolge in die Partitur hämmert.

Im Rahmen dieses Konzerts findet ein Entdeckerprogramm statt, dessen Ablauf vorab im Programm-Magazin bekanntgegeben wird.


Mittwoch, 23. November 19:30
Stadtcasino Basel

Stadtcasino Basel
Konzertgasse 1
4051 Basel

T +41 61 226 36 00

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Mi 25.01.23
RACH 150

Sinfonieorchester Basel
Frank Peter Zimmermann,
Violine
Robert Trevino, Leitung


Igor Strawinsky (1882–1971):
Konzert für Violine und Orchester D-Dur (1931)

Sergei Rachmaninow (1873–1943):
Sinfonie Nr. 2 e-Moll, op. 27 (1908)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Lea Vaterlaus

Im Anschluss an das Konzert findet eine öffentliche Kritikerrunde mit Benjamin Herzog (Moderation) im Musiksaal statt.


Werden die berühmten Klavierkonzerte von Sergei Rachmaninow aufgeführt, spricht man unter Pianist*innen wohlwissend von ‹Rach 2› oder ‹Rach 3›. Zum 150. Geburtstag des Komponisten steht auf diesem Konzertprogramm ein Werk, das der musikalischen Schwermut des spätromantischen Russlands ebenso verpflichtet ist. Rachmaninows 2. Sinfonie entstand wie Phönix aus der Asche der desaströsen Uraufführung seiner 1. Sinfonie. Von einer tiefen Sinnkrise geplagt, fand Rachmaninow 1906/07 in Dresden Abgeschiedenheit und Ruhe, um sich nach zwölf Jahren erneut an die Königsdisziplin der Sinfonie zu wagen. Das Ergebnis ist ein Werk zwischen verklärter Melancholie und lebensbejahender Euphorie – eine Mischung, die der russische Komponist auch während seiner Zwangsexile in Amerika und im luzernischen Weggis beibehielt.

Auch für Igor Strawinsky war die Schweiz ein Zufluchtsort, und er logierte ab 1910 regelmässig am Genfersee. Der Komponist schlüpfte während seines Schaffens in viele unterschiedliche Stilkleider – für sein einziges Violinkonzert etwa setzte er sich mit Formen des Barock auseinander. Es wurde 1931 im Haus des Berliner Rund- funks uraufgeführt – als eine der ersten Live-Übertragungen der damaligen Reichsrundfunkgesellschaft.


Mittwoch, 25. Januar 19:30
Stadtcasino Basel

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Mi 19.04.23
BRUCKNER 9

Sinfonieorchester Basel
Lawrence Power,
Viola
Domingo Hindoyan, Leitung


Anders Hillborg (*1954):
Konzert für Viola und Orchester (2021, Schweizer Erstaufführung)

Anton Bruckner (1824–1896):
Sinfonie Nr. 9 d-Moll, WAB 109 (1894)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Benjamin Herzog


«Ich habe auf Erden meine Schuldigkeit getan; ich tat, was ich konnte.» Schon zehn Jahre vor seinem Tod hatte Anton Bruckner geahnt, dass die 9. Sinfonie, wie schon bei Ludwig van Beethoven, seine letzte sein würde. Und dennoch hegte er den inständigen Wunsch, die Neunte zu vollenden. Tragischerweise ist sie ein «dem lieben Gott» gewidmetes Fragment geblieben.

Zuvor aber steht die Schweizer Erstaufführung des Konzerts für Viola und Orchester von Anders Hillborg mit dem englischen Bratschisten Lawrence Power auf dem Programm.


Mittwoch, 19. April 19:30
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Mi 24.05.23
BOLÉRO

Sinfonieorchester Basel
Behzod Abduraimov,
Klavier
Pierre Bleuse, Leitung


Manuel de Falla (1876–1946):
Suite Nr. 2 aus Der Dreispitz (1919)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840–1893):
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll, op. 23 (1874)

Claude Debussy (1862–1918):
Images pour orchestre (1912)

Maurice Ravel (1875–1937):
Boléro (1928)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Lea Vaterlaus


Eine Apotheose des Tanzes aus Gigues, Bolero, Rondes de Printemps und Jota umgibt an diesem Abend das 1. Klavierkonzert von Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Der französische Dirigent Pierre Bleuse bringt mit seinem Debüt beim Sinfonieorchester Basel ein farbenfrohes Potpourri der Orchestermusik aus französischer Eleganz und spanischer Leidenschaft nach Basel. Manuel de Falla komponierte seinen Dreispitz 1919 für die in London ansässigen Ballets Russes. Die Verwendung spanischer Rhythmen und Instrumentalfarben bringt das Werk in die Nähe von Debussys Images pour orchestre und Ravels Boléro. Ravel bemerkte über sein erfolgreichstes Werk gegenüber seinem Kollegen Arthur Honegger: «Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht, das ist der Boléro; leider enthält er keine Musik.» Ganz unrecht hat er nicht: ein einziges rhythmisches Modell in 15 Minuten – 169 Mal wiederholt. Die ekstatische Wucht, die daraus entsteht, ist einzigartig.


Mittwoch, 24. Mai 19:30
Stadtcasino Basel

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Mi 28.06.23
CÉSAR

Sinfonieorchester Basel
Piotr Anderszewski,
Klavier
Ivor Bolton, Leitung


Ludwig van Beethoven (1770–1827):

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur, op. 15 (1801)

César Franck (1822–1890):
Sinfonie d-Moll, FWV 48 (1888)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Hans-Georg Hofmann


Beethoven begann mit der Komposition seines 1. Klavier- konzerts kurz nach seinem Umzug von Bonn nach Wien, um an seiner neuen Wirkungsstätte sein eigenes virtuoses Klavierspiel zu präsentieren. Kurz vor der Uraufführung berichtete Beethoven seinem Freund Franz Wegeler, dass er das Finale «erst am Nachmittag zwei Tage vor der Aufführung komponierte [...] Vier Kopisten sassen im Flur und arbeiteten an den Manuskriptblättern, die ich ihnen nacheinander übergab.»

Erst im hohen Alter komponierte César Franck seine erste und einzige Sinfonie, die auf geniale Weise französischen Charme mit absoluter Musik à la Beethoven verbindet. Publikum und Kritik reagierten bei der Uraufführung irritiert. Man diskutierte, ob der Komponist wohl eher dem Lager der Programmmusik eines Wagner zuzuordnen sei oder dem von Brahms und den Anhänger*innen der absoluten Musik. Franck, dessen 200. Geburtstag in dieser Saison gefeiert wird, konnte den Siegeszug seines Werks in den Konzertsälen nicht mehr erleben: Ein Jahr nach der Uraufführung 1889 starb er in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls.


Mittwoch, 28. Juni 19:30
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