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Studi Wahl-Abo Donnerstag - Saison 2022/23

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Do 24.11.22
CELLO ON THE ROCKS

Sinfonieorchester Basel
Nicolas Altstaedt,
Violoncello
Krzysztof Urbański, Leitung


Anders Hillborg (*1954):
Konzert für Violoncello und Orchester
(2020, Schweizer Erstaufführung)

Dmitri Schostakowitsch (1906–1975):
Sinfonie Nr. 10 e-Moll, op. 93 (1953)


Anders Hillborg, ‹Composer in Residence› in dieser Saison, kommt aus der elektronischen Musik, komponierte bereits für Film, Pop und Chor und fand durch die Werke von György Ligeti schliesslich zur Orchestermusik. In seinem Cellokonzert befindet sich der Solist gefährlich nahe am Abgrund: Mit langen aufsteigenden Melodielinien windet sich das Solocello aus der Intimität der Besetzung und der eisigen Klanglandschaft heraus. Nach der Uraufführung des Werks in Antwerpen bringt der deutsche Cellist Nicolas Altstaedt das Konzert nun in Basel zur Schweizer Erstaufführung.

Wäre Dmitri Schostakowitschs im Dezember 1953 uraufgeführte 10. Sinfonie ein Jahr vorher veröffentlicht worden, hätte seine Karriere wohl auf dem Spiel gestanden. Die Sinfonie war Teil einer ganzen Sammlung ‹ernsthafter› Werke, die sich bis zum Tod Stalins im März 1953 in Schostakowitschs Schubladen angesammelt hatten und auf ihre Uraufführung oder das Ende ihres Aufführungsverbots warteten. In der Zehnten sind düstere Verarbeitungen der diktatorischen Stalin-Zeit zu hören, bevor Schostakowitsch in den letzten Takten der Sinfonie sein eigenes Kennzeichen – die Initialen D-S-C-H – als Tonfolge in die Partitur hämmert.

Im Rahmen dieses Konzerts findet ein Entdeckerprogramm statt, dessen Ablauf vorab im Programm-Magazin bekanntgegeben wird.


Donnerstag, 24. November 19:30
Stadtcasino Basel

Stadtcasino Basel
Konzertgasse 1
4051 Basel

T +41 61 226 36 00

Website

 

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Do 22.12.22
DIES NATALIS

Sinfonieorchester Basel
Yeol Eum Son,
Klavier
Mark Padmore, Tenor
Ivor Bolton, Leitung


Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791):
Konzert für Klavier und Orchester B-Dur, KV 450 (1784)

Gerald Finzi (1901–1956):
Dies Natalis, Kantate für Solostimme und Streichorchester, op. 8 (1939)

Robert Schumann (1810–1856):
Sinfonie Nr. 2 C-Dur, op. 61 (1846)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Hans-Georg Hofmann


Mozart verbrachte ein Drittel seines Lebens auf Reisen: 3720 Tage, hat ein schlauer Kopf ausgerechnet. Weihnachten 1763 feierte das sechsjährige Wunderkind auf Einladung des französischen Königs Louis XVI. in den Schlossanlagen von Versailles. Zwanzig Jahre später kämpfte sich das inzwischen in Wien sesshaft gewordene Genie ruhelos von einem Konzert zum anderen und komponierte Tag wie Nacht. In diese Zeit fällt auch das Klavierkonzert in B-Dur KV 450, das Mozart selbst zur Uraufführung brachte.

Der englische Komponist Gerald Finzi hat in seiner Weihnachtskantate Dies Natalis Texte des Dichters Thomas Traherne aus dem 17. Jahrhundert vertont. Sie spiegeln die Freude über das Christkind auf subtile Weise wider.

In die Weihnachtszeit des Jahre 1845 fällt die Entstehung der 2. Sinfonie von Robert Schumann. An Felix Mendelssohn Bartholdy schreibt Clara Schumann: «Mein Mann hat mich zu Weihnachten hoch erfreut und überrascht mit den Skizzen zu einer neuen Symphonie; er ist lauter Musik jetzt, so dass eigentlich gar nichts mit ihm anzufangen ist.»


Donnerstag, 22. Dezember 19:30
Stadtcasino Basel

Stadtcasino Basel
Konzertgasse 1
4051 Basel

T +41 61 226 36 00

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Do 26.01.23
RACH 150

Sinfonieorchester Basel
Frank Peter Zimmermann,
Violine
Robert Trevino, Leitung


Igor Strawinsky (1882–1971):
Konzert für Violine und Orchester D-Dur (1931)

Sergei Rachmaninow (1873–1943):
Sinfonie Nr. 2 e-Moll, op. 27 (1908)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Lea Vaterlaus


Werden die berühmten Klavierkonzerte von Sergei Rachmaninow aufgeführt, spricht man unter Pianist*innen wohlwissend von ‹Rach 2› oder ‹Rach 3›. Zum 150. Geburtstag des Komponisten steht auf diesem Konzertprogramm ein Werk, das der musikalischen Schwermut des spätromantischen Russlands ebenso verpflichtet ist. Rachmaninows 2. Sinfonie entstand wie Phönix aus der Asche der desaströsen Uraufführung seiner 1. Sinfonie. Von einer tiefen Sinnkrise geplagt, fand Rachmaninow 1906/07 in Dresden Abgeschiedenheit und Ruhe, um sich nach zwölf Jahren erneut an die Königsdisziplin der Sinfonie zu wagen. Das Ergebnis ist ein Werk zwischen verklärter Melancholie und lebensbejahender Euphorie – eine Mischung, die der russische Komponist auch während seiner Zwangsexile in Amerika und im luzernischen Weggis beibehielt.

Auch für Igor Strawinsky war die Schweiz ein Zufluchtsort, und er logierte ab 1910 regelmässig am Genfersee. Der Komponist schlüpfte während seines Schaffens in viele unterschiedliche Stilkleider – für sein einziges Violinkonzert etwa setzte er sich mit Formen des Barock auseinander. Es wurde 1931 im Haus des Berliner Rund- funks uraufgeführt – als eine der ersten Live-Übertragungen der damaligen Reichsrundfunkgesellschaft.


Donnerstag, 26. Januar 19:30
Stadtcasino Basel

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Konzertgasse 1
4051 Basel

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Do 23.03.23
SIEGFRIED

Sinfonieorchester Basel
Rachel Nicholls,
Sopran (Brünnhilde)
Simon O’Neill, Tenor (Siegfried)
Wiebke Lehmkuhl, Alt (Erda)
Derek Welton, Bassbariton (Der Wanderer)
Sir Mark Elder, Leitung


Richard Wagner (1813–1883):
Siegfried, WWV 86 C, 3. Akt (1871)


17.30 Uhr: Entdeckerprogramm zu Richard Wagner und Friedrich Nitzsche mit Elke Heidenreich


Nach der konzertanten Aufführung des 3. Aufzugs aus Wagners Parsifal im Basler Münster und im Goetheanum widmet sich Sir Mark Elder bei seinem Basler Comeback diesmal dem 3. Akt aus Siegfried. Er besteht aus einer Folge von drei musikalischen Duellen nicht nur grosser Stimmen, sondern auch grosser Ideen. «Weisst du, was Wotan will?», fragt – mit beträchtlicher Lautstärke – der als Wanderer verkleidete Gott die allwissende Urmutter Erda, die gerade davon eigentlich nichts mehr wissen will. Aber auch Wotans Wille hat Grenzen: Leichtfertig zerschlägt ihm der wilde Siegfried den hoch symbolischen Speer, um sich den Weg zu Brünnhilde freizukämpfen. Angesichts der Tatsache, dass diese «kein Mann» ist, weiss aber auch Siegfried nicht mehr, was er will. Dieser Zustand währt nicht lange: Jauchzend und in höchsten Tönen widmen sich die beiden schliesslich der «leuchtenden Liebe», die nicht weit entfernt ist vom «lachenden Tod».

Im Rahmen dieses Konzerts findet ein Entdeckerprogramm statt, dessen Ablauf vorab im Programm-Magazin bekanntgegeben wird.


Donnerstag, 23. März 19:30
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Do 20.04.23
BRUCKNER 9

Sinfonieorchester Basel
Lawrence Power,
 Viola
Domingo Hindoyan, Leitung


Anders Hillborg (*1954):
Konzert für Viola und Orchester (2021, Schweizer Erstaufführung)

Anton Bruckner (1824–1896):
Sinfonie Nr. 9 d-Moll, WAB 109 (1894)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Benjamin Herzog


«Ich habe auf Erden meine Schuldigkeit getan; ich tat, was ich konnte.» Schon zehn Jahre vor seinem Tod hatte Anton Bruckner geahnt, dass die 9. Sinfonie, wie schon bei Ludwig van Beethoven, seine letzte sein würde. Und dennoch hegte er den inständigen Wunsch, die Neunte zu vollenden. Tragischerweise ist sie ein «dem lieben Gott» gewidmetes Fragment geblieben.

Zuvor aber steht die Schweizer Erstaufführung des Konzerts für Viola und Orchester von Anders Hillborg mit dem englischen Bratschisten Lawrence Power auf dem Programm.


Donnerstag, 20. April 19:30
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Do 29.06.23
CÉSAR

Sinfonieorchester Basel
Piotr Anderszewski,
Klavier
Ivor Bolton, Leitung


Ludwig van Beethoven (1770–1827):

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur, op. 15 (1801)

César Franck (1822–1890):
Sinfonie d-Moll, FWV 48 (1888)


18.30 Uhr: Konzerteinführung mit Hans-Georg Hofmann


Beethoven begann mit der Komposition seines 1. Klavier- konzerts kurz nach seinem Umzug von Bonn nach Wien, um an seiner neuen Wirkungsstätte sein eigenes virtuoses Klavierspiel zu präsentieren. Kurz vor der Uraufführung berichtete Beethoven seinem Freund Franz Wegeler, dass er das Finale «erst am Nachmittag zwei Tage vor der Aufführung komponierte [...] Vier Kopisten sassen im Flur und arbeiteten an den Manuskriptblättern, die ich ihnen nacheinander übergab.»

Erst im hohen Alter komponierte César Franck seine erste und einzige Sinfonie, die auf geniale Weise französischen Charme mit absoluter Musik à la Beethoven verbindet. Publikum und Kritik reagierten bei der Uraufführung irritiert. Man diskutierte, ob der Komponist wohl eher dem Lager der Programmmusik eines Wagner zuzuordnen sei oder dem von Brahms und den Anhänger*innen der absoluten Musik. Franck, dessen 200. Geburtstag in dieser Saison gefeiert wird, konnte den Siegeszug seines Werks in den Konzertsälen nicht mehr erleben: Ein Jahr nach der Uraufführung 1889 starb er in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls.


Donnerstag, 29. Juni 19:30
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