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Studi Wahl-Abo Donnerstag (4 Konzerte)

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Do 05.11.20
Boléro

Sinfonieorchester Basel

Lucas & Arthur Jussen, Klavier

Erik Nielsen, Leitung


Paul Dukas:

Sinfonie C-Dur


Bohuslav Martinů:

Konzert für zwei Klaviere und Orchester, H 292


Maurice Ravel:

Boléro


Fotos: © Marco Borggreve


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Hans Huber-Saal mit Benjamin Herzog


Voller Energie ist Martinůs Konzert für zwei Klaviere und Orchester, über dessen explosive Wirkung der Martinů-Biograf James Rybka schrieb: «Er setzt die Klaviere wie einander bekämpfende Kampfflugzeuge ein, um im Finale einen Wirbelsturm der Aufregung zu erzeugen.»

Ravel bemerkte über sein erfolgreichstes Werk gegenüber seinem Kollegen Arthur Honegger: «Ich habe nur ein Meisterwerk gemacht, das ist der Boléro; leider enthält er keine Musik.» Ganz unrecht hat er nicht: Ein einziges rhythmisches Modell in 15 Minuten 169 Mal wiederholt. Die ekstatische Wucht, die daraus entsteht, ist einzigartig.


Donnerstag, 05. November 19:30
Stadtcasino Basel

Verwaltung Stadtcasino
Steinenberg 14
4051 Basel

T +41 61 273 73 73

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Do 03.12.20
Schöpfung

Sinfonieorchester Basel

Christina Landshamer, Sopran

Mauro Peter, Tenor

Florian Boesch, Bassbariton

La Cetra Vokalensemble

Ivor Bolton, Leitung


Joseph Haydn:

Die Schöpfung, Hob. XXI:2


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Hans Huber-Saal mit Hans-Georg Hofmann


Das Oratorium Die Schöpfung stellt nicht allein einen entscheidenden Höhepunkt in der kompositorischen Laufbahn Joseph Haydns dar, sondern markiert gleichzeitig eine massstabsetzende Zäsur in der Geschichte des Oratoriums überhaupt. An der Wende zum 19. Jahrhundert brach Haydn mit der traditionellen Vorherrschaft der Arien, räumte dem Chor eine deutlich grössere Bedeutung ein und ebnete so den Weg zu einem neuen Chor-Oratorium – eine der massgeblichen Säulen des aufstrebenden bürgerlichen Konzertlebens. Die Handlung ist nach Händel’schem Vorbild dreigeteilt. Der erste Teil schildert mit der Erschaffung der Erde, der Pflanzen und des Firmaments die ersten vier Tage der Schöpfung, im zweiten Teil kommen die Geschöpfe hinzu. Der dritte Teil thematisiert das Leben der ersten Menschen Adam und Eva und gipfelt – und mit ihm das gesamte Oratorium – in zwei abschliessenden grossen Lob- und Dankes-Chören. Der Text, nach einem englischen Original übersetzt vom Präfekten der Wiener Hofbibliothek Baron van Swieten, vereint die Prosatexte der Schöpfungsgeschichte in der Übersetzung der Luther-Bibel mit betrachtenden und kommentierenden Auszügen aus John Miltons Paradise Lost. Wir möchten die Aufführung dieses Werks zum Anlass nehmen, unser erstes klimaneutrales Konzert zu veranstalten.


Donnerstag, 03. Dezember 19:30
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Do 21.01.21
Siegfried

Sinfonieorchester Basel

Rachel Nicholls, Sopran

Wiebke Lehmkuhl, Alt

Daniel Frank, Tenor

Derek Welton, Bassbariton

Sir Mark Elder, Leitung


Richard Wagner:

Siegfried, WWV 86C, 3. Akt


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Hans Huber-Saal mit Elke Heidenreich und Hans-Georg Hofmann

Das Konzert findet ohne Pause statt.


Nach dem konzertanten 3. Aufzug aus Wagners Parsifal im Münster und Goetheanum, widmet sich Sir Mark Elder bei seinem Basler Comeback diesmal dem 3. Akt aus Siegfried. Er besteht aus einer Folge von drei musikalischen Duellen nicht nur grosser Stimmen, sondern auch grosser Ideen. «Weisst du, was Wotan will?», fragt – mit beträchtlicher Lautstärke – der als Wanderer verkleidete Gott die allwissende Urmutter Erda, die gerade davon eigentlich nichts mehr wissen will. Aber auch Wotans Wille hat Grenzen: Sorglos zerschlägt ihm der wilde Siegfried den hoch symbolischen Speer, um sich den Weg zu Brünnhilde freizukämpfen. Angesichts der Tatsache, dass diese «kein Mann» ist, weiss aber auch Siegfried nicht mehr, was er will. Dieser Zustand währt nicht lange: Jauchzend und in höchsten Tönen widmen sich die beiden schliesslich der «leuchtenden Liebe», die nicht weit entfernt ist vom «lachenden Tod».


Donnerstag, 21. Januar 19:30
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Do 11.03.21
Harmonie

Sinfonieorchester Basel

Anna Vinnitskaya, Klavier

Marek Janowski, Leitung


Paul Hindemith:

Die Harmonie der Welt

Sergei Rachmaninow:

Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll, op. 30


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Hans Huber-Saal mit Benjamin Herzog


Paul Hindemiths Pläne zu einer Oper über das Leben und Wirken des Astronomen und Mathematikers Johannes Kepler (1571–1630) reichen in die 1930er-Jahre zurück. Sie wurden jedoch erst 1949 wieder aufgenommen, als Paul Sacher ihn um ein neues Werk zum 25-jährigen Bestehen des Basler Kammerorchesters bat. Die Sinfonie Die Harmonie der Welt, deren Titel auf Keplers 1619 veröffentlichte Schrift Harmonice mundi verweist, wurde 1952 in Basel uraufgeführt.

Das 3. Klavierkonzert von Rachmaninow ist für Pianistinnen und Pianisten so etwas wie ein Achttausender für Bergsteigende: die Todeszone der Virtuosität. Doch das Werk ist kein oberflächlicher Tastenzauber! Die kühle Eleganz der Melodien, die raffinierten Harmonien und die originelle Verflechtung der Stimmen machen das Stück zu einer mitreissenden musikalischen Offenbarung. Wir freuen uns auf das Debüt der russischen Ausnahmepianisten Anna Vinnitskaya und die Rückkehr von Marek Janowski.


Donnerstag, 11. März 19:30
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Do 24.06.21
Paradisum

Sinfonieorchester Basel

Huw Morgan, Trompete

Immanuel Richter, Trompete

Katja Stuber, Sopran

Benjamin Appl, Bariton

Balthasar-Neumann-Chor

Ivor Bolton, Leitung


Camille Saint-Saëns:

La Jeunesse d'Hercule, op. 50

David Philip Hefti:

Konzert für zwei Trompeten und grosses Orchester (Uraufführung), Auftragswerk des Sinfonieorchesters Basel

Camille Saint-Saëns:

Danse macabre, op. 40

Gabriel Fauré:

Messe de Requiem, op. 48


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Hans Huber-Saal mit David Philip Hefti und Hans-Georg Hofmann


La Jeunesse d’Hercule von Saint-Saëns erzählt davon, wie Herakles sich am Anfang seines Lebens zwischen zwei Wegen entscheiden muss: demjenigen der Lebensfreude oder demjenigen der Tugend. Den Verführungskünsten der Nymphen und Bacchantinnen gegenüber unempfänglich, macht der Held sich auf seinen Lebensweg voller Kämpfe und Herausforderungen, an dessen Ende ihm durch die Flammen des Scheiterhaufens als Lohn die Unsterblichkeit winkt. Der Totentanz Danse macabre des gleichen Komponisten erinnert uns dagegen auf ganz besondere Weise an die Vergänglichkeit des Lebens.

Der in Basel wohnhafte David Philip Hefti wird sich in seinem Doppelkonzert für zwei Trompeten nicht nur mit dem heroischen und martialischen Klang des Instruments auseinandersetzen.

Der Tod als Erlösung und Eintritt ins Paradies: Dies ist die Grundhaltung von Gabriel Faurés Messe de Requiem. In der gesamten Musikliteratur gibt es kein anderes Requiem mit einer derart versöhnlichen und optimistischen Behandlung des Themas ‹Tod›. Das 1887 entstandene Werk ist, nach Faurés eigener Aussage, «vom menschlichen Vertrauen in die Ewigkeit beherrscht».


Donnerstag, 24. Juni 19:30
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