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Wählen Sie bitte 4 aus den folgenden 5 Konzerten aus:

Mi 31.10.18
Hommage an Bernstein

Sinfonieorchester Basel
Kim Criswell,
Gesang
Daniel Schnyder, Saxofon
Wayne Marshall, Klavier und Leitung


Leonard Bernstein: Ouvertüre zu Candide, Dream With Me aus Peter Pan, I Can Cook Too aus On The Town
Daniel Schnyder: Ballad and Riffs for Bernstein (2018, Auftragswerk des SOB) 
Leonard Bernstein: What A Movie! aus Trouble in Tahiti, Somewhere aus West Side Story.
George Gershwin: Rhapsody in Blue             
Leonard Bernstein: Symphonic Dances aus West Side Story, Take Care of This House aus 1600 Pennsylvania Avenue, Ouvertüre zu Wonderful Town, A Little Bit In Love aus Wonderful Town, The Story Of My Life aus Wonderful Town, One Hundred Easy Ways To Lose A Man aus Wonderful Town    


18:30 Uhr Konzerteinführung im Foyer 1. Stock des Musical Theater Basel


100 Jahre ist es her, seit ein musikalischer Wirbelwind, ein Tausendsassa mit grossem Herz, ein komponierender Hansdampf in allen Gassen das Licht dieser Welt erblickte: Leonard Bernstein. Mit gerade einmal 27 Jahren wurde Chefdirigent des New York City Symphony Orchestra, seine Mahler-Interpretationen trugen wesentlich zu seiner Anerkennung als Dirigent bei, und er war der erste amerikanische Maestro, der an der Mailänder Scala am Pult stand. Als Komponist hat er das amerikanische Musiktheater geprägt wie kein anderer und er hat neue hybride Formen geschaffen, die bis heute ihre Kraft entfalten. Dabei wurde er nie müde – ob im Fernsehen oder im Konzertsaal –, die klassische Musik auch einem jüngeren und nicht so erfahrenen Publikum nahezubringen. Zu seinen grossen Bewunderinnen und Bewunderern gehören der Dirigent und Pianist Wayne Marshall, der amerikanische Broadway Star Kim Criswell und der in New York lebende Schweizer Saxofonist und Komponist Daniel Schnyder, die alle drei zusammen mit dem SOB eine ‹Hommage auf Lenny› anstimmen werden.


Mittwoch, 31. Oktober 19:30
Musical Theater Basel

Mi 21.11.18
Liberté

Sinfonieorchester Basel
Nelson Goerner
, Klavier
Michał Nesterowicz, Leitung


Krzysztof Penderecki: Agnus Dei aus Polnisches Requiem, Fassung für Streichorchester von Boris Pergamenschikow
Frédéric Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll, op. 11
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 2 D-Dur, op. 43


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Foyer des Theater Basel


Was verbindet Polen und Finnland miteinander? Beide haben vor etwa hundert Jahren ihre Unabhängigkeit erhalten. In der Folge des Ersten Weltkriegs errang Polen erstmals nach der 3. Teilung 1795 wieder seine Eigenstaatlichkeit. Die kaiserlichen Teilungsmächte Russland, das Habsburger und das Deutsche Reich zerfielen, hatten verloren oder befanden sich mitten im Bürgerkrieg. Von den Auswirkungen der Oktoberrevolution 1917 auf das russische Imperium profitierte auch Finnland, das sich nicht nur aus den Fesseln der russischen, sondern auch der schwedischen Besetzung befreien konnte. Für die Polen war und ist Frédéric Chopin ein Nationalheld, eine Ikone. Dass er die zweite Hälfte seines Lebens in Frankreich verbrachte und in Paris begraben liegt, tut nichts zur Sache. Schliesslich ruht sein Herz in der Warschauer Kreuzkirche. Seit 1927 findet in Warschau der Internationale Chopin-Wettbewerb statt, ein nationales Grossereignis. Für die Finnen nimmt die Rolle des Nationalhelden Jean Sibelius ein, der allerdings seine Heimat kaum verliess. Seine 2. Sinfonie wird heute wegen ihres kämpferischen Finales in Finnland gern als ‹Sinfonie der Unabhängigkeit› bezeichnet. Ob das auch der Intention des Komponisten entspricht, ist bis heute nicht geklärt. Zahlreiche politisch-gesellschaftliche Bezüge finden sich im Polnischen Requiem von Krzysztof Penderecki. Das Agnus Dei ist Stefan Kardinal Wyszynski gewidmet, einem Symbolträger für den geistlichen Widerstand gegen das kommunistische Regime Polens.


Mittwoch, 21. November 19:30
Theater Basel, Grosse Bühne

Mi 27.02.19
Liebestod in Amerika

Sinfonieorchester Basel
Leonidas Kavakos,
Violine
Erik Nielsen, Leitung


Richard Wagner: Prelude und Liebestod aus Tristan und Isolde, WWV 90
Wolfgang Amadé Mozart: Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur, KV 219, Alla turca
Charles Ives: Sinfonie Nr. 2


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Foyer des Theater Basel


«Charles Ives hat den Kuchen aufgegessen, bevor die anderen überhaupt am Tisch platzgenommen haben», soll Igor Strawinsky über den 1874 geborenen amerikanischen Komponisten einmal gesagt haben. Gemeint war, dass der Komponist seiner Zeit weit voraus war. Auf den ersten Blick ist seine 2. Sinfonie ein Werk der Spätromantik ganz im Geiste von Johannes Brahms, Antonín Dvorák, Richard Wagner und Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Aber das melodische Material ist neu. Es enthält Zitate aus amerikanischen Kirchen- und Studentenliedern, übernimmt profane Gebrauchsmusik und populäre Stile und stellt den unantastbaren Werkbegriff gänzlich infrage. Das war revolutionär, blieb aber fast fünfzig Jahre ungehört. 1951 dirigierte Leonard Bernstein die Uraufführung in New York. Sie werden auch Anklänge an Wagners Tristan und Isolde entdecken können, dessen Vorspiel und Liebestod unser Konzert eröffnen wird. Von diesen beiden spätromantischen Werken eingebettet, wird der griechische Geiger Leonidas Kavakos Mozarts 5. Violinkonzert und dessen ‹türkisches› Finale interpretieren.


Mittwoch, 27. Februar 19:30
Theater Basel, Grosse Bühne

Mi 22.05.19
Bruckner+ Schmidt und Mahler

Sinfonieorchester Basel
Wiebke Lehmkuhl,
Alt
Andreas Liebig, Orgel
Ivor Bolton, Leitung


Franz Schmidt: Fuga Solemnis
Gustav Mahler: Kindertotenlieder
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur,
WAB 106


18.30 Uhr: Konzerteinführung in der Allgemeinen Lesegesellschaft


Mit der 6. Sinfonie begab sich Anton Bruckner auf neue Wege: Seine «Keckste», wie er sie selbst nannte ist geprägt durch die Verwendung der Kirchentonarten und ihren szenisch bildhaften Charakter. Als «seltsam, befremdlich und urzeitlich roh» beschrieb der Kritiker Ludwig Benedikt Hahn das Werk nach seiner Uraufführung 1883 in Wien, bei der lediglich die beiden Mittelsätze gespielt wurden. Dennoch war diese Aufführung eine Besonderheit, denn nie zuvor hatten die Wiener Philharmoniker eine Brucknersche Sinfonie in ein reguläres Konzertprogramm aufgenommen. Bis heute gilt die Sechste zu den am wenigsten verstandenen und am seltensten gespielten Werken Bruckners. Und doch war es kein anderer als Gustav Mahler, der das Werk 1899 erstmals vollständig aufführte. Für seine Kindertotenlieder hatte auch Mahler seinerzeit viel Kritik einstecken müssen, allen voran die seiner Frau Alma: «Ich kann es nicht verstehen, dass man den Tod von Kindern besingen kann, wenn man sie eine halbe Stunde vorher, heiter und gesund, geherzt und geküsst hat». Die deutsche Altistin Wiebke Lehmkuhl wird die Lieder um Qual, Trauer und Trost interpretieren. Das zweite + des Abends bildet das letzte grosse Fugenwerk des österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Die Fuga Solemnis für Solo-Orgel, 16 Blechbläser, Pauken und Tamtam verspricht im Basler Münster zum monumentalen Hörerlebnis zu werden.


Mittwoch, 22. Mai 19:30
Basler Münster

Mi 26.06.19
Carmens Spiel

Sinfonieorchester Basel
Ksenija Sidorova,
Akkordeon
Michał Nesterowicz, Leitung


Georges Bizet: Carmens Spiel, Konzertstück für Akkordeon und Orchester
(Bearbeitung: Joachim Schmeisser, 2014)
Astor Piazzolla: Aconcagua, Konzert für Bandoneon und Orchester
Pjotr Iljitsch Tschaikowski: Sinfonie Nr. 5 e-Moll, op. 64


18:30 Uhr: Konzerteinführung im Foyer 1. Stock des Musical Theater Basel


Zum Saisonabschluss im Musical Theater Basel erwartet Sie ein buntes Potpourri rund um das Akkordeon. Gerade einmal 36 Jahre alt war Georges Bizet, als er seine erfolgreichste Oper Carmen schrieb und noch im selben Jahr starb. Doch erfolgreich war seine Carmen nicht immer, denn bei ihrer Uraufführung 1875 floppte die Oper mit dem für damalige Verhältnisse skandalösen Stoff. Im Mittelpunkt des Spiels um Liebe, Freiheit und Tod steht die Zigeunerin Carmen, der die Männer reihenweise verfallen, die sich aber lieber ihre Freiheit bewahrt. Der lettischen Akkordeonistin Ksenija Sidorova hingegen ist das Publikum verfallen. Als gefeierter Star tourte sie bereits mit Pop-Grössen durch ganz Europa und macht nun mit ihrem eigentlichen, dem klassischen Repertoire Halt in Basel. In Astor Piazzollas Konzertstück für Akkordeon und Orchester entführt sie auf eine Reise zum Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas in den argentinischen Anden. Doch glaubt man Piazzollas Verleger Aldo Pagani bezieht sich der Titel des Werks nicht nur auf den heiligen Berg der Inkas, sondern zugleich auf den Höhepunkt von Piazzollas kompositorischem Schaffen. Pjotr Iljitsch Tschaikowski begibt sich 1888 auf seine erste grosse Konzertreise. Nach seiner Rückkehr in die Heimat hadert er mit dem Leben, seinem Werk und Russland. Er schreibt seine 5. Sinfonie, die ‹Schicksals-Sinfonie› deren Besonderheit ein Leitthema ist, das sich von Beginn an unaufhaltsam durch alle vier Sätze zieht.


Mittwoch, 26. Juni 19:30
Musical Theater Basel




Basler Münster
Theater Basel
Musical Theater Basel


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