
Kammermusik am Picassoplatz
100 Jahre György Kurtág
ca. 12 Uhr
Programm
György Kurtág
Hommage à Kurtág Márta (von Játékok, Buch 3)
Pierre Boulez
Dérive 1 (1984)
György Kurtág
...feuilles mortes... (2004)
Domenico Melchiorre
Elyrion für Metasonic-Violine, Klavier, Bassdesmophon, Vibraphon und Lunason-Perkussionsinstrumente (2026, Uraufführung)
György Kurtág
Aus der Ferne
John Cage
Credo in Us (1942)
György Kurtág
Messages of the Late Miss R.V. Troussova, op. 17 (1980)
Mitwirkende
Anna Juniki
SopranNitzan Wolfson-Bartana
ViolinePablo Salvà Peralta
ViolaPayam Taghadossi
VioloncelloSamuele Sciancalepore
KontrabassFlávia Pannuncio da Paz Valente
FlöteDavid Seghezzo
OboeMarkus Forrer
KlarinetteDavid Koerper
HornJulia Wacker
HarfeChristina Bauer
KlavierNadia Belneeva
CelestaMichael Rath
MandolineMatthias Würsch
CimbalomPablo Aparicio Escolano
SchlagzeugSzilárd Buti
SchlagzeugRobin Fourmeau
SchlagzeugDavid Gurtner
SchlagzeugMirco Huser
SchlagzeugDomenico Melchiorre
LeitungVor genau 100 Jahren wurde der Komponist György Kurtág geboren. Am 19. Februar 2026 feierten er und die Musikwelt diesen 100. Geburtstag. Und so tut es auch dieses Kammermusikkonzert mit Mitgliedern des Sinfonieorchesters Basel unter Leitung von Domenico Melchiorre. György Kurtág ist für seine hochverdichteten Musikminiaturen bekannt. Im Konzert werden diese mit Werken von Pierre Boulez, John Cage und Domenico Melchiorre verbunden.
Von György Kurtág erklingt die Hommage an seine verstorbene Frau Márta aus seiner Sammlung Játékok (Spiele) für Klavier, sowie die Miniatur ...feuilles mortes..., ein choralartiges «tristement» zu spielendes Klavierstück. Höhepunkt des Geburtstagskonzertes für Kurtág ist der Zyklus für Sopran und Kammerensemble Botschaften des verstorbenen Fräuleins R. V. Trussowa. Hier thematisiert Kurtág das Scheitern menschlicher Beziehungen. In einer ebenso grotesken wie drastischen Sprache sind diese ‹Botschaften› die Äusserungen einer Frau über Einsamkeit, Exhibitionismus und über die Entblössung bis an die Grenzen der Selbstachtung.
Den Sopranpart übernimmt die in Basel ausgebildete Sängerin Anna Juniki, die im Mai 2025 mit dem Sinfonieorchester Basel ein Hochschul-Schlusskonzert mit Werke von Werken der finnischen Komponistin Kaija Saariaho gab.
Domenico Melchiorre selbst stellt im Konzert sein neues Werk vor mit dem Titel Elyrion für Klavier, Vibrafon und ‹Lunason›-Instrumente. Diese Instrumente werden von Melchiorre − Solo-Pauker im Sinfonieorchester Basel, Komponist, Erfinder − selbst entwickelt. ‹Elyrion›, so Melchiorre, sei ein Wort aus der «elbischen Sprache», in der es ‹Tal des Lichts› bedeute. Die Obertonschwingungen der Instrumente, so der Komponist, erzeugten eine flirrende Atmosphäre. «So wie ein Lichterspiel».