Kammermusik

Kammermusik am Picassoplatz


100 Jahre György Kurtág


So. 08. März 26
11 Uhr
Probezentrum Picassoplatz
Konzertende
ca. 12 Uhr
Tickets kaufen
CHF 40 erm. ab 10

Programm

11 Uhr
Konzertbeginn

György Kurtág
Hommage à Kurtág Márta (von Játékok, Buch 3) 

Pierre Boulez
Dérive 1 (1984)

György Kurtág
...feuilles mortes... (2004)

Domenico Melchiorre
Elyrion für Metasonic-Violine, Klavier, Bassdesmophon, Vibraphon und Lunason-Perkussionsinstrumente (2026, Uraufführung)

György Kurtág
Aus der Ferne

John Cage
Credo in Us (1942)

György Kurtág
Messages of the Late Miss R.V. Troussova, op. 17 (1980)

ca. 12 Uhr
Konzertende Konzertdauer ca. 1h 0min, keine Pause

Mitwirkende

Anna Juniki

Sopran

Nitzan Wolfson-Bartana

Violine

Pablo Salvà Peralta

Viola

Payam Taghadossi

Violoncello

Samuele Sciancalepore

Kontrabass

Flávia Pannuncio da Paz Valente

Flöte

David Seghezzo

Oboe

Markus Forrer

Klarinette

David Koerper

Horn

Julia Wacker

Harfe

Christina Bauer

Klavier

Nadia Belneeva

Celesta

Michael Rath

Mandoline

Matthias Würsch

Cimbalom

Pablo Aparicio Escolano

Schlagzeug

Szilárd Buti

Schlagzeug

Robin Fourmeau

Schlagzeug

David Gurtner

Schlagzeug

Mirco Huser

Schlagzeug

Domenico Melchiorre

Leitung

Vor genau 100 Jahren wurde der Komponist György Kurtág geboren. Am 19. Februar 2026 feierten er und die Musikwelt diesen 100. Geburtstag. Und so tut es auch dieses Kammermusikkonzert mit Mitgliedern des Sinfonieorchesters Basel unter Leitung von Domenico Melchiorre. György Kurtág ist für seine hochverdichteten Musikminiaturen bekannt. Im Konzert werden diese mit Werken von Pierre Boulez, John Cage und Domenico Melchiorre verbunden.

Von György Kurtág erklingt die Hommage an seine verstorbene Frau Márta aus seiner Sammlung Játékok (Spiele) für Klavier, sowie die Miniatur ...feuilles mortes..., ein choralartiges «tristement» zu spielendes Klavierstück. Höhepunkt des Geburtstagskonzertes für Kurtág ist der Zyklus für Sopran und Kammerensemble Botschaften des verstorbenen Fräuleins R. V. Trussowa. Hier thematisiert Kurtág das Scheitern menschlicher Beziehungen. In einer ebenso grotesken wie drastischen Sprache sind diese ‹Botschaften› die Äusserungen einer Frau über Einsamkeit, Exhibitionismus und über die Entblössung bis an die Grenzen der Selbstachtung.

Den Sopranpart übernimmt die in Basel ausgebildete Sängerin Anna Juniki, die im Mai 2025 mit dem Sinfonieorchester Basel ein Hochschul-Schlusskonzert mit Werke von Werken der finnischen Komponistin Kaija Saariaho gab.

Domenico Melchiorre selbst stellt im Konzert sein neues Werk vor mit dem Titel Elyrion für Klavier, Vibrafon und ‹Lunason›-Instrumente. Diese Instrumente werden von Melchiorre − Solo-Pauker im Sinfonieorchester Basel, Komponist, Erfinder − selbst entwickelt. ‹Elyrion›, so Melchiorre, sei ein Wort aus der «elbischen Sprache», in der es ‹Tal des Lichts› bedeute. Die Obertonschwingungen der Instrumente, so der Komponist, erzeugten eine flirrende Atmosphäre. «So wie ein Lichterspiel».